Sauna gegen das Coronavirus

Ein Interview mit Prof. Dr. med. Resch (im April 2020)

Die positiven Wirkungen von regelmäßigem Saunabaden auf Körper und Seele sind unbestritten. Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken. Finden Sie im Folgenden heraus, was der Gang in die Sauna oder Trockensalzinhalation gegen Viren bewirken und wie Sie Ihr Immunsystem schützen und kräftigen.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie erreichen uns mehr Fragen zur gesundheitsfördernden Wirkung der Sauna denn je. Aus diesem Grund freuen wir uns, dass Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch vom Deutschen Institut für Gesundheitsforschung in Bad Elster zu unseren Fragen, wie Saunawärme und Trockensalzinhalation gegen das Coronavirus wirken können, Rede und Antwort stand. Er hat sich intensiv mit den SARS-CoV-2-Viren und mit Möglichkeiten, diese Viren möglichst schnell und einfach zu reduzieren, auseinander gesetzt.

Was passiert, wenn man sich mit COVID-19 ansteckt?

Die sogenannte Tröpfcheninfektion ist wohl der mit Abstand wichtigste Übertragungsweg. Das würde auch erklären, warum sich das SARS-CoV-2-Virus typischerweise zuerst im Nasen-Rachenraum ausbreitet. Eventuell im Tröpfchen enthaltene Virus-Partikel docken mit speziellen„Armen“ auf raffinierte Weise an den Zellen der Schleimhaut an. Diese Arme haben den Viren übrigens ihren Namen gegeben: Corona, lateinisch „die Krone“, beschreibt die kugelförmige äußere Gestalt mit den „Kontaktarmen“.

Ist es dem Virus erst einmal gelungen, an einer für ihn geeigneten Zelle anzudocken, dringt es in die Zelle ein und zwingt diese, Kopien des Virus in großer Zahl anzufertigen und diese auszustoßen. Die gekaperten Zellen werden dadurch stark geschädigt und sterben ab. Die so entstehenden Schäden erklären die schmerzhaften Symptome wie Halsweh oder Husten, die beginnenden Abwehraktivitäten des körpereigenen Immunsystems sind wesentliche Ursache für das sich begleitend einstellende Fieber.

Gelingt es dem Virus, sich tief in der Lunge festzusetzen, haben die damit einhergehenden Schäden der Zellen ganz andere Konsequenzen. Dort, wo der Austausch von Sauerstoff stattfindet, liegt nur eine dünne Zellschicht zwischen „innen und außen“. Wird diese geschädigt, öffnet sich ein Scheunentor, durch das Krankheitserreger in den Körper gelangen können.

Saunabaden gegen das Coronavirus?

Ein Saunabesuch kann aus medizinischer Sicht etwas bewirken und zwar in mehrfacher Hinsicht. Zu den wenigen Erkenntnissen, die für das SARS-CoV-2-Virus als gesichert angenommen werden können, gehört, dass es sich in aller Regel zunächst im Nasen-Rachenraum einnistet.

Nun weiß man auch, dass Coronaviren allgemein und auch das neue SARS-CoV-2-Virus recht wärmeempfindlich sind. Und für die Sauna ist bekannt: „Die heiße Luft im Saunaraum wirkt auf die Haut und die Atemwege“. Das wird jeder bestätigen können, der einmal ein „richtiges“ Aufgussritual miterlebt hat. Es ist also gut vorstellbar, dass bei jedem Saunagang mit jedem Atemzug Viren in den oberen Atemwegen inaktiviert werden.

Der starke Wärmereiz – und auch der übliche deutliche Kältereiz nach jedem Saunagang – haben zuverlässig und unmittelbar Auswirkungen auf den Teil unseres Immunsystems, der aktuell besonders wichtig ist.  

Wirkung von ätherischen Ölen im Saunaaufguss?

Der Geruch vieler ätherischer Öle wird von den meisten Menschen als angenehm empfunden. Es gibt aber auch wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, dass ätherische Öle vielfältige und relevante positive Wirkungen auf die Gesundheit haben. Ein subjektiv als angenehm empfundener Geruch induziert im Körper eine vermehrte Produktion und Ausschüttung vieler weiterer direkt oder als Botenstoffe wirksamer Substanzen, z.B. das in der letzten Zeit so populäre„Glückshormon“ Oxytocin, die ihrerseits deutliche positive Wirkungen auf das Immunsystem entwickeln.

Einfacher vorstellbar sind hier die unmittelbaren Wirkungen dieser Öle, die weit besser erforscht und beschrieben sind als man gemeinhin erwartet. Es gibt vielfältige, durch wissenschaftliche Studien nachgewiesene Effekte ätherischer Öle gegen Bakterien und Pilze, aber auch gegenüber Viren und hier konkret gegenüber sog. RNA-Viren, zu denen auch die Coronaviren gehören.

Nach 6-monatigem, regelmäßigem Saunieren kann die Anfälligkeit gegenüber Erkältungen um 50 % sinken.
Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch

Trockensalzinhalation und ihre Wirkung

Bekannte Effekte des Sole-Aerosols lassen sich logisch und wissenschaftlich plausibel auf das Thema COVID-19 übertragen. Soletröpfchen wirken hygroskopisch. Damit bezeichnet man in der Chemie und Physik die Eigenschaft von Stoffen, Feuchtigkeit aus der Umgebung zu binden. In der Lunge funktioniert das so: Lagert sich Salz ab, „zieht“ es Wasser durch die Schleimhaut in das Lumen der Lunge. Dadurch wird der in den Bronchien wie Lungenbläschen liegende Schleim verflüssigt, Feinstaubteilchen werden gelöst und damit im wahrsten Sinne des Wortes die Lunge gereinigt. 

Übrigens hat hier die Technik der Trockensolevernebelung noch einen wichtigen zusätzlichen Vorteil. Wie tief Solepartikel in die Lunge gelangen, hängt entscheidend von ihrer Größe ab. Tröpfchen haben die Tendenz, sich aneinanderzulagern, sodass schnell relativ große Tropfen entstehen, die dann vorwiegend bis ausschließlich in Nase und oberen Anteilen des Rachens hängen bleiben. Moderne Geräte zur Trockensolevernebelung können demgegenüber eine Art Sole-Feinstaub erzeugen, mit dem sich Wirkungen bis in die tiefen Bereiche der Lunge realisieren lassen.

Das gesunde Extra

Die positiven Wirkungen von Trockensalz sind durch viele wissenschaftliche Studien bewiesen. Die gründliche Reinigung der Luftwege bis in die feinsten Lungenbläschen ist nur ein Vorteil für Ihre Gesundheit.

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